40 Jahre ETF

Kleines Jubiläum: Seit 1976 kann man als Privatanleger in Indexfonds, also in Exchange Traded Funds (ETF) investieren.

Der erste Fonds dieser damals noch sehr unbekannten Spezies war der Vanguard First Index Investment Trust (nennt sich heute Vanguard 500 Index Fund Investor Shares).

Die Idee dahinter war, das man eine sehr breite Streuung seiner investierten Gelder erreichen wollte, ohne die Kosten eines Fondsmanagements bezahlen zu müssen. Denn ETF werden durch Computerprogramme gesteuert und nicht durch ein Fondsmanagement verwaltet.

Mittlerweile gibt es die verschiedensten Ausprägungen, wie so ein Fonds seinem Index folgen kann. Man nennt das die „Replizierung“. Nicht jeder ETF repliziert seinen Index 1:1.
Eine neue Variante ist die „Intelligente Replizierung“, auch „smart beta“ genannt. Dabei werden die Titel im Fonds anders gewichtet als im Index. Im Index ist immer die Größe (also zum Beispiel bei Aktien die Kapitalisierung) ausschlaggebend. Ein Fonds kann aber auch die Dividendenausschüttung der Unternehmen als Kriterium nehmen. Damit werden jene Unternehmen mit höherer Ausschüttung mehr gekauft, als die mit geringerer Ausschüttung. Auch die Volatilität (die Wertschwankung) kann ein solches Kriterium sein. Ein ETF kann die Unternehmen mit geringerer Volatilität höher gewichten, um die Ausschläge nach unten und oben zu begrenzen.
Da diese Regeln computergesteuert ablaufen, bleiben die Kosten trotzdem niedrig.

ETFs werden direkt an der Börse gehandelt, daher gibt es auch eine tägliche Wertstellung (einen Preis). Der Kauf und Verkauf ist an jedem Börsentag möglich, die Transaktionen werden wesentlich schneller durchgeführt als bei klassischen gemanagten Fonds.
Es können im Handelssystem der Börse Automatisierungsregeln eingestellt werden, die z.B. bei einem starken Preisverfall automatisch verkaufen.

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