Honorar oder Provision bei der Fondsberatung

Was finden Sie besser?

  • Zahlen Sie lieber abhängig von Produkt und Art des Geschäftes einmal eine Provision an den Vermittler und zusätzlich erhält dieser vom Produktanbieter ebenfalls eine Provision (auch Kickback genannt)?
  • Oder würden Sie lieber jedesmal ein festgelegtes Honorar (pro Stunde oder pro Dienstleistung) bezahlen und der Vermittler bekommt keine Provision vom Produktanbieter?

Provision: Sie zahlen einmal und weniger, denn der Vermittler (Berater) bekommt auch von anderer Seite eine Vergütung. Nachteil: kann dazu führen, dass, wenn manche Produktanbieter mehr Provision bezahlen, der Berater deren Produkte lieber vermittelt.

Honorarberatung: Das Honorar wird immer bezahlt, ähnlich wie bei anderen beratenden Berufen (Rechtsanwalt, Notar, Privatarzt, …). Üblicherweise wird dieses bei jedem Besuch fällig. Der Berater ist dadurch vom Produktanbieter unabhängig und unbeeinflusst. Nachteil: Der Kunde muss meist mehr bezahlen als im Fall einer zusätzlichen Produktprovision.

Wie es derzeit aussieht, wird in naher Zukunft (man spricht von 2016) in der EU ein generelles Provisionsverbot eingeführt werden. Man wird sehen, wie sich das auf die Branche auswirken wird. Denn eines ist klar: festangestellte Berater (Bank, Versicherung) haben es dann leichter: sie erhalten ein Gehalt unabhängig von der Leistung (und meist zusätzlich ein Erfolgshonorar). Dafür vermitteln sie hauptsächlich die Produkte aus dem eigenen Haus.
Freie Vermittler und unabhängige Vertriebe müssen sich auf Honorarberatung umstellen, die Zahlungen der Produktgeber entfällt. Sie sind damit fast zwangsläufig teurer als die angestellten (Bank)Berater.

Wer von beiden eine produktneutralere Beratung bietet, überlasse ich Ihrer Fantasie.

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