Honorar oder Provision: was ist für den Kunden günstiger?

Honorar oder Provision: die WaageIn Großbritannien  gilt seit 2013 ein Provisionsverbot. Der Beweggrund dafür war in erster Linie die Vermeidung von Interessenkonflikten.

In der (richtigen) Annahme, dass die Produkte, die die besseren Provisionen abwerfen, von den Beratern häufiger „empfohlen“ werden, wurden Zahlungen der Produktanbieter an die Vermittler verboten. Man nennt diese Zahlungen auch „KickBacks“.

Was hat das mit dem Provisonsmodell zu tun? Wenn ein Berater vom Produktanbieter (Versicherung, Fondsmanagement, Bank) eine Provision für die Vermittlung eines Produktes erhält, kann er /sie auf Zahlungen vom Kunden ganz oder teilweise verzichten. Manche Berater und deren Vertriebe verlangen vom Kunden eine Provision und erhalten für die vermittelten Produkte nochmals Geld, andere verzichten auf das Geld vom Kunden.

In Großbritannien erwartete man auch, dass mit dem Provisionsverbot automatisch die Kosten für die Kunden sinken würden.

Einige Studien haben ergeben, dass das in Großbritannien offensichtlich nicht so funktioniert hat. Die Kosten für den Kunden sind nahezu gleich geblieben und es gibt ein neues Problem: weil der Berater jetzt seine Beratungsstunden direkt vom Kunden bezahlt bekommt, ist die Einstiegshürde höher geworden. Der Kunde muss den Einkommensverlust des Beraters ausgleichen und mehr Geld direkt ausgeben. Wieso direkt? Lesen Sie weiter!

Gratis gibt es nichts, schon gar keine fundierte Beratung!

Betrachten wir einmal nicht nur die Startkosten der Veranlagung, sondern auch die langfristigen Kosten von Investmentfonds. Jeder Investmentfonds, der an Berater Geld zahlt, holt es sich beim Kunden durch die Verwaltungskosten wieder herein. Diese Verwaltungskosten dienen zu einem Großteil zur Bezahlung des Vertriebes und zu einem kleinen Teil zur Abdeckung der internen Spesen. Bis zu 80% der Verwaltungskosten werden an den Vertrieb retourniert.

Somit zahlt ein Provisionskunde am Anfang nichts an den Berater, muss aber während der gesamten Veranlagungsdauer die Verwaltungskosten des Fonds bezahlen. Wir reden hier von Kosten zwischen 2% und 5%(!!) der Veranlagungssumme, Jahr für Jahr!

Ist es da nicht wesentlich günstiger, am Anfang für die Beratung zu bezahlen und sich die Verwaltungskosten fast zu ersparen? Meine Kunden bekommen von mir Fonds empfohlen, die pro Jahr zwischen 0,2% und 0,5% kosten.

Der zweite Kostenfaktor ist der Ausgabeaufschlag. Dieser beträgt zwischen 0% und 5,5%. Wer zahlt 0%? Erraten, es sind die Kunden der Honorarberater und Kunden bei Direktbanken (ohne Beratung).

Natürlich ist es für kleine Sparer schwierig, am Anfang einige hundert Euro für die Beratung hinzulegen. Fondsveranlagungen sind jedoch eine Entscheidung auf viele Jahre und die Honorarkosten werden durch die Kostenersparnisse nach einiger Zeit aufgefangen.

Sehen Sie mein Honorar im Vergleich mit dem eines guten Rechtsanwalt: Wer dabei spart, zahlt langfristig drauf!

Termine für ein Erstgespräch (ohne Kosten) gibt es wie immer hier, telefonisch bin ich unter +43 699 19047359 erreichbar.

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