Pensionslücke berechnen

grafík pensionslückeLaut einer aktuellen Studie von Spectra können (ich kann’s zwar nicht glauben) nur knapp 20% aller Österreicher erklären, was die Pensionslücke ist und welche Konsequenzen diese hat!

Daher hier ein kleiner Leitfaden, wie man seine Pensionslücke ausrechnet und was man dagegen tun kann:

Berechnung:

  1. Überlegen Sie sich, wie viel Geld Sie in der Pension monatlich brauchen:
    Einige Ausgaben (Fahrtkosten zur Arbeit) werden wahrscheinlich wegfallen, andere (Gesundheitskosten) werden dazukommen.
    Sehr hilfreich ist hier ein Haushaltsbuch, in das man über einige Monate alle Ausgaben einschreibt (geht mit Excel sehr einfach, ein gratis Musterworksheet können Sie bei mir anfordern).
  2. Schauen Sie in Ihrem Pensionskonto der PVA nach, wie hoch die Bruttopension vermutlich sein wird und rechnen Sie sich Ihre Nettopension aus.
    Hier muss man bedenken, dass es sich bei diesem „Kontoauszug“ nur um eine Schätzung auf Basis der aktuellen Gesetzeslage und Ihrer Einzahlungen handelt. Je näher man der Pension ist, um so genauer ist der Betrag.
    Wer noch 20 oder 30 Jahre bis zur Pension hat, kann diese Prognose gleich vergessen, denn bis dahin wird es noch viele Reformen geben (zu ungunsten der Pensionisten). In diesem Fall würde ich das aktuelle Nettoeinkommen mit einer kleinen jährlichen Steigerung (1-2%) hochrechnen und vom Endergebnis dann 50% als Pension annehmen.
    Frauen sollten die geplante Kinderbetreuungszeit mitbedenken.
  3. Bilden Sie die Differenz und Sie kennen Ihre Pensionslücke.

Das Ergebnis von Schritt 3 wird Sie wahrscheinlich etwas erschrecken. Aber Sie können etwas TUN!
Wenn Ihnen bspw. 500€ pro Monat fehlen, dann können Sie sich diese von Ihrem Investmentfondsdepot monatlich entnehmen, wenn auf Ihrem Depot ein Wert von zumindest 100.000€ liegt.
Wie kommen Sie zu 100.000€?
Sie sparen 30 Jahre jedes Monat 100€ oder 20 Jahre lang 200€ monatlich.

Es sei noch angemerkt, dass in dieser Rechnung die Inflation unberücksichtigt ist. Das in der Pension gewünschte Einkommen aus heutiger Sicht muss um die durchschnittliche Inflation der Jahre bis zum Antritt aufgewertet werden.

Sie sehen, wer früher beginnt, für die Pension vorzusorgen, kann später entspannt in den Ruhestand gehen.

Und noch ein positiver Effekt: wenn Sie nur den Renditzuwachs entnehmen, bleibt Ihr Depotstand praktisch unverändert. Im Notfall können Sie immer noch teilweise darauf zurückgreifen, denn Fondsdepots sind flexibel. Ansonsten bleibt es nach Ihrem Ableben als Startkapital für die nächste Generation oder einem karitativen Zweck – ganz nach belieben.

Vorsorge für die nächste Generation:
Wenn es in Ihrer Familie (Enkel)Kinder gibt, dann sind Investmentfonds (siehe Rechnung oben) die ideale Sparform für deren späteres Leben. Mit einem Investmentfondssparplan schlagen Sie jede Vorsorgeversicherung haushoch. Die Kosten für den Kauf von Fondsanteilen betragen zwischen 3 und 5,5%, d.h. fast 95% werden veranlagt. Wissen Sie, wie viel von einer Lebensversicherungsprämie veranlagt wird? Ca. 80% – der Rest sind Kosten und der Risikoanteil für vorzeitiges Ableben. Von der Höhe der Abschlussprovision bei den verschiedenen Versicherungsvarianten ganz zu schweigen.

Wenn Sie einen Termin mit mir vereinbaren, dann besprechen wir Ihre Situation im Detail und die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten. Rufen Sie mich an (0699 19047359) oder mailen Sie mir.

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