Mehr Kostentransparenz bei kapitalbildenden Versicherungen

Bisher konnte ein Kunde die Kosten für eine kapitalbildende Lebensversicherung und einer Fondsveranlagung nur schwer vergleichen. Die diversen Abschluss- und Verwaltungskosten bei den Versicherungsprodukten standen nur im Kleingedruckten und in einer für Laien meist unverständlichen Form. Diese Praxis wurde in der Vergangenheit auch von diversen Konsumentenschutzorganisationen bereits gerügt.

Ab 1.1.2017 müssen nun für Versicherungsanlageprodukte, also Versicherungsprodukte mit einem Anlageelement, im Speziellen fondsgebundene Lebensversicherungen sogenannte „KID“ veröffentlicht werden. KID = Kundeninformationsdokument. Diese Art der Kundendokumente gibt es für Investmentfonds schon etwas länger.

Die EU Verordnung nennt sich „PRIIP“, zu Deutsch „Verordnung über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte“. Diese Verordnung gibt es schon seit 2014, ab 31.12.2016 muss sie in den EU Ländern in Kraft treten.

Ziel ist die Vergleichbarkeit der Kosten zwischen verschiedenen Veranlagungsprodukten.

Für die Konsumenten müssen folgende Punkte klar ersichtlich sein:

  • Name und Details zum Produktanbieter
  • Worum handelt es sich? Welche Ziele verfolgt das Produkt? Welche Leistungen sind zu erwarten (im schlimmsten Fall, im besten Fall, bei mittelmäßigem Erfolg, bei Eintreten des Versicherungsfalles)?
  • Was passiert, wenn der Produktanbieter die Leistungen nicht erfüllen kann (z.B. bei Insolvenz der Versicherung)
  • Genaue Kostenaufschlüsselung (direkte, indirekte, einmalige, laufende, bei Einstieg / Ausstieg in das /aus dem Produkt)
  • Vorgeschlagene Behaltedauer, wie wirkt sich eine vorzeitige Kündigung auf die Rendite und das Risiko aus

Damit kann ein Kunde in Zusammenarbeit mit seinem unabhängigen Finanzberater die Unterschiede zwischen Produkten mit einer Versicherungskomponente und ohne leichter verstehen. Es lassen sich die Kosten dem Nutzen gegenüberstellen und damit eine Entscheidung treffen, wie und wo investiert werden soll.

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, wie Sie Ihr Geld langfristig anlegen sollen, dann stehe ich gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Termine gibt es Online, per Telefon (0699 19047359) oder per eMail (giefing@finanzberatung-wien.biz)

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