Senioren veranlagen verboten?

Drachen steigen lassenWie schaut es mit den Geldanlagemöglichkeiten für Senioren aus?

 

Zuerst die Frage, ab wann jemand zum Kreis der Senioren gehört: ab 50, 60 oder ab 70? Heutzutage sind Menschen im Pensionsalter noch äußerst aktiv und unternehmungslustig. Aber für die Finanzbranche sind Menschen ab 65 ein schwieriges Thema. Es gelten besondere Beratungsregeln. Mein Haftungsdach bspw. prüft solche Anträge verstärkt und genehmigt diese nicht automatisch.
Das ist auch in Ordnung! Zu oft wurden ältere Menschen von „Beratern“ zu riskanten Veranlagungen überredet und niemand hat es rechtzeitig bemerkt. Dann ist jemand mit 70 plötzlich Miteigentümer an einem Schiffsfond und irgendwann sein Geld los.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: wie soll ein älterer Mensch sein Geld veranlagen?

Dazu müssen zuerst die Ziele definiert werden:

  1. Soll für spätere Pflegemaßnahmen etwas zurückgelegt werden?
  2. Ist eine Zusatzpension gewünscht (um die Pensionslücke zu stopfen)?
  3. Soll das vorhandene Vermögen den Erben zu Gute kommen?

Eine Zusatzpension wird auf unbestimmte Zeit gewünscht. Hier kommt es auf einen stabilen jährlichen Ertrag an. Verluste am Depot sind tragbar, sofern im Durchschnitt der Ertrag passt. Diese Form der „ewigen Rente“ hat den Vorteil, dass im Normalfall das Kapital nicht angegriffen wird, denn zur Auszahlung kommen nur die Gewinne. Daher bleibt auch Geld am Depot übrig für besondere Kosten (z.B. das Begräbnis) oder für die Erben.

Soll das Kapital vererbt werden, dann kann mit einer längeren Veranlagungsdauer gerechnet werden, denn im Erbfall muss das Depot nicht aufgelöst werden. Es kann relativ einfach auf den / die Erben übertragen und fortgeführt werden. Idealerweise erfolgt die Veranlagung gemeinsam mit den zukünftigen Erben, um eine abgestimmte Strategie zu entwickeln.

Das Thema Pflegevorsorge ist sehr speziell zu behandeln. Hier gibt es am Markt eine Reihe von Versicherungsprodukten zu sehr unterschiedlichen Preisen. Diese haben eine gewisse Wartezeit zwischen Abschluss und Wirksamkeit, sind aber doch recht kurzfristig zu haben. Natürlich abhängig davon, wie viel Geld man bereit ist, einzuzahlen und welche Leistungen man haben möchte. Dazu kann Ihnen ein unabhängiger Versicherungsmakler genauer Auskunft geben.

Werden Investmentfonds als Vorsorgeprodukt verwendet, sollten diese 5 – 10 Jahre vor dem vermuteten Eintrittsdatum gekauft werden, damit ausreichend Kapital für einen Entnahmeplan zur Verfügung steht. Vorteil der Investmentfondslösung ist immer, dass das nicht verbrauchte Kapital am Ende zur Verfügung steht. Es kann durch einen Depotübertrag an andere Personen weitergegeben werden, es entstehen keine Übertragungskosten. Auch eine Teilentnahme für besondere Fälle ist jederzeit möglich.

Ich meine, es ist auch für die Generation 60+ durchaus sinnvoll, eine Veranlagung in Investmentfonds in Betracht zu ziehen. Das Argument: „Du bist zu alt dafür“ gilt nicht.

Wenn Sie eine detaillierte Beratung zu diesem Thema wünschen, dann können Sie mich gerne unter Tel.: +43 699 19047359 oder giefing@finanzberatung-wien,biz zur Terminvereinbarung kontaktieren.

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