SMARTe Finanzziele (Teil 1)

Den Begriff S.M.A.R.T. beim Setzen von Zielen werden einige vermutlich schon gehört haben. Für alle anderen: die Abkürzung bedeutet Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Terminiert.

Ziele, so sagt man, sollen SMART definiert werden, damit sie auch umgesetzt werden.

Wie kann man die SMART Regeln auf Finanzziele anwenden?

Spezifisch

Spezifisch bedeutet, dass ein Ziel möglichst genau definiert werden muss. Also kein „ungefähr“, „ca.“, „vielleicht“ in der Definition. Wer als Ziel die Pensionsvorsorge hat, legt möglichst genau fest, wie viel Geld dann verfügbar sein soll. Ziele müssen auch positiv formuliert sein. „Ich will in der Pension nicht arm sein“ reicht als Zieldefinition nicht aus, „Ich will in der Pension 3000€ pro Monat haben“ ist die bessere Formulierung. Über realistisch oder nicht reden wir später.

Ich würde als Daumenregel das aktuelle Nettogehalt mit einer Inflationsrate von 2% auf die Jahre bis zur Pension hochrechnen. Dann davon die prognostizierte staatliche Nettopension abziehen. Die aufgerundete Lücke ergibt die monatliche Zusatzpension.

Wenn Sie heute 2.000 €pro Monat verdienen, dann müssten Sie in 20 Jahren bei 2% Inflation 2.970€ verdienen um Ihre Kaufkraft zu erhalten. Das wäre dann Ihr Startwert für die Pensionslückenrechnung. Mathematische Unterstützung gibt’s hier.

Wenn Sie die Zusatzpension x 14 rechnen, wissen Sie, wie viel Ihre Veranlagung pro Jahr an Gewinn nach Steuern abwerfen muss. Wenn Sie jetzt von 3% Nettorendite ausgehen, müssen Sie Ihren Jahresbedarf durch 3 dividieren und mit 100 multiplizieren und Sie kennen Ihre notwendige Depotsumme.

Beispiel:

Ihre berechnete Lücke beträgt 500€ pro Monat, dann benötigen Sie 7.000€ pro Jahr an Zuzahlung. 7.000€ / 3 * 100 = 203.250€ Depotwert. Sie verbrauchen dann nur den Depotgewinn und nicht das Grundkapital.
Darüber werden sich Ihre Erben freuen! Oder Sie verbrauchen das Kapital teilweise für die Übersiedlung in ein komfortables Pensionistenheim 🙂

Alternativ können Sie auch Ihr Kapital über die Jahre aufbrauchen, dann verringert sich der notwendige Depotwert deutlich:
Wenn Sie mit 102.000€ starten, können Sie bei 3% Rendite 20 Jahre lang 500€ als Zusatzrente entnehmen und haben am Ende noch 20.000€ am Depot.

Diese Depotsumme erreichen Sie, wenn Sie 30 Jahre 150€ pro Monat sparen (Annahme: 4% Rendite pro Jahr).

Welche Möglichkeiten es am Veranlagungsmarkt gibt, zeige ich Ihnen gerne bei einem persönlichen Gespräch.

Morgen geht es dann weiter mit „Messbar“.

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