SMARTe Finanzziele (Teil 3)

Wir sind beim Buchstaben „A“ angelangt. „A“ steht für „akzeptiert“ oder „attraktiv“.

Unser Gehirn denkt am liebsten in Bildern. Je leichter sich ein Bild aus einem Sinneseindruck generieren lässt, umso leichter wird es auch abgespeichert. Jetzt sagen viele Forscher, dass wir aus „nicht“ oder „kein“ keine Bilder konstruieren können und unser Gehirn daher einen Umweg machen muss, wenn folgende Zielformulierung ankommt:

„Ich will nicht mehr billigst auf Urlaub fahren müssen!“

Ein negativ formuliertes Ziel fordert unser Unterbewusstsein direkt heraus, es nicht zu akzeptieren. Es entsteht dabei kein motivierendes Bild.

Ziele, die unser Unterbewusstsein liebt, sind immer positiv formuliert, sie beschreiben den erwünschten Zustand anstatt des unerwünschten. Um sie auch langfristig zu verankern, muss man sich das Ergebnis möglichst „bunt und leuchtend“, also mit allen Sinneseindrücken vorstellen.

Nur wer seinem Unterbewusstsein seine Ziele gut verkauft hat, wird auch langfristig die richtigen Entscheidungen treffen.

Wer einen Sparplan für seine Pension startet, sollte diesen auch durchhalten. Auch, wenn die Versuchung gross ist, das Geld dann doch wieder für etwas anderes auszugeben.

Kleiner Seitenschwenker: angeblich entscheidet unser Unterbewusstsein einige Millisekunden vor dem bewussten Ich. Das bedeutet, dass fast alle Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ fallen und wir uns im bewussten Denken dann die Entscheidungen des Unterbewusstseins nur mehr logisch begründen.
Kennt vermutlich jeder, wenn es um einen Kauf eines Luxusartikel geht. Wir stehen vor der Auslage oder surfen einen Onlineshop an und dann passiert’s: da ist etwas, das wir schon immer haben wollten und jetzt auch noch mit Rabatt! Das Unterbewusstsein hat schon lange entschieden: kaufen! Der Rabatt ist dann der Köder, damit wir den Kauf auch logisch begründen können z.B. gegenüber der Ehefrau 🙂

Wer in dieser Situation sein Unterbewusstsein mit dem richtigen Ziel auf Kurs gebracht hat, wird einer solchen Versuchung leichter widerstehen, weil er weiß, warum er sein Geld lieber spart, als für kurzfristigen Konsum auszugeben.

Eine mögliche positive Formulierung zu obigen Beispiel könnte sein:

„Ich werde in 5 Jahren meine Urlaube in 5 Stern Hotels verbringen“ Damit erfüllt das Ziel gleich noch ein Kriterium: eine festgelegte Dauer – aber dazu später.

(Fortsetzung folgt)

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