Zwei Arten der Inflation

Ich habe eine interessante Infografik bei Statista gefunden: hier wird die sogenannte Kerninflation der gesamten Inflationsrate gegenübergestellt. Aus der Kerninflation sind Energie und Nahrungskosten herausgerechnet. Dadurch wird die Kurve wesentlich „glatter“ und doch deutlich über der Nulllinie (Deflation).

Viele meinen wahrscheinlich, je geringer die Inflation, umso besser. Leider nein. Denn nur durch moderat steigende Preise kann die Wirtschaft weiter wachsen und letztendlich dem Arbeitnehmer höhere Löhne zahlen. Sinkende Preise, sprich Deflation, erzeugen beim Verbraucher das Gefühl, Anschaffungen „auf morgen“ zu verschieben, weil das gewünschte Produkt dann billiger sein wird. Und wenn keiner etwas kauft, wird weniger hergestellt, wird weniger Produktionskapazität benötigt und daher auch weniger Personal = Entlassungen. Das führt dann zu schlechteren Einkommen und zu weniger Konsum. So dreht sich die Spirale mit zunehmender Geschwindigkeit nach unten. Aufzuhalten ist dies u.a. durch staatliche Maßnahmen zur Stützung / Ankurbelung des Konsums. Eine davon erleben wir derzeit: die Sparzinsen sind auf einem lächerlich tiefen Niveau. Damit soll der Konsument (aber auch der Wirtschaftstreibende) angeregt werden, das Geld lieber auszugeben anstatt auf der Bank zu lassen.

Daher: Geld auf der Bank verliert, Geld in Sachwerte (=Wirtschaft) investiert, gewinnt und stärkt die Konjunktur. Daher ist es auch im Sinne der gesamten Wirtschaft, sich über Anlageformen außerhalb der normalen Bankprodukte zu informieren und diese zu nutzen. Sachwertsparer sind keine Spekulanten!

Hier die Grafik von statista:
Infografik: Wie in der Krise: Kerninflation höher als Inflation | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
 

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